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Auf den Spuren neuer Ultraschall Anwendungen

Ultraschall Inhalator: Der Ratgeber zum Inhalieren

Erkältung - Ultraschall Inhalator - inhalierenJeder Mensch atmet tagtäglich 10000 oder mehr Liter Luft aus der Umgebung ein und aus. Diese Luftmenge enthält Infektionserreger, Giftstoffe sowie Allergie auslösende Stoffe, die zusammen auf die Schleimhäute einwirken, welche die Atemwege ummanteln.

Atemwegserkrankungen gehören zu den häufigsten Erkrankungen, angefangen von Erkältungen bis hin zu schweren chronischen Erkrankungen.

Grundsätzlich kann das Inhalieren mit einem Zusatz von Medikamenten oder auch ohne die Symptome der Atemwegserkrankung lindern.

Moderne Inhalationsgeräte können heute dabei sehr effektiv die Behandlung unterstützen. Wir möchten Ihnen hier verschiedene Arten und Anwendungen zum Inhalieren vorstellen.

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Die traditionelle Methode des Inhalierens – das Wasserdampfbad

Es gibt die traditionelle und älteste Methode des Inhalierens. Diese war früher gang und gäbe und findet heute noch Verwendung. Während der Anwendung liegt ein Tuch über Kopf und Schulter des Benutzers, der Wasserdampf auf einer mit Wasser gefüllten Schüssel oder einem Topf einatmet. Das Wasser enthält ein entsprechendes Präparat.

Der Nachteil dieser Methode ist, dass durch das bloße Einatmen des Dampfes die Wirkstoffe nicht ausreichend tief in die Atemwege eindringen. Aus diesem Grund eignet sie sich hauptsächlich zur Bekämpfung leichterer Erkrankungen wie Schnupfen und Entzündungen der Stirn- und Nasennebenhöhlen. Weiterhin besteht Verbrennungsgefahr beim Einatmen des Dampfes aus kochendem Wasser, sodass Sie gut daran tun, die Wassertemperatur 60 Grad nicht überschreiten zu lassen.

Inhalatoren und Inhalieren (Inhalation)

Inhalation versteht sich als gezielte Einatmung von Dämpfen mit Wirkstoffen, die den Vorteil hat, dass diese auf direktem Wege an den Wirkort gelangen. Neben dem weiter oben aufgeführten Wasserdampfbad gibt es heute moderne und hoch entwickelte Geräte wie Vernebler. Diese dienen der Therapie von Atemwegserkrankungen und Linderung von Beschwerden.

Inhalatoren dienen zur therapeutischen Behandlung sowohl von leichteren als schwereren Erkrankungen der Atemwege wie Schnupfen, Husten, Bronchitis, Asthma und andere. Unterschiedliche Inhalationstherapien sind in der Lage, zu helfen.

Die individuellen Behandlungsmöglichkeiten mit Inhalatoren

Der Handel bietet Inhalationsgeräte zur Therapie von akuter oder chronischer Bronchitis, Asthma, Bronchitis oder Sinusitis. Darüber hinaus sind Inhalationsgeräte in der Regel geeignet, wenn Sie oftmals an einer Erkältung leiden oder Allergiker sind. Weiterhin gibt es Modelle, die speziell für Babys, Kinder oder Erwachsene oder Reisende konzipiert sind. Grundsätzlich muss das optimale Gerät Ihren Bedürfnissen entsprechen.

Wenn Sie vorhaben, sich einen Inhalator zu kaufen, überlegen Sie gut, welche Ansprüche Sie an das Gerät stellen. Wir empfehlen Ihnen, sich mit den Besonderheiten verschiedener Modelle vertraut zu machen und auf diese Weise zu entscheiden, welches für Sie optimal ist.

Beschwerden und Krankheiten, für die sich die Inhalationstherapie eignet?

  • Entzündungen der Luftwege
  • Asthma
  • Verkrampfungen der Bronchialmuskulatur
  • Infekte der oberen Atemwege
  • Lungenentzündung
  • Dauerhaft entzündete Bronchien
  • Genetisch bedingte Stoffwechselerkrankungen
  • Chronisch bedingte Lungenerkrankung
  • Grippale Infekte
  • Erkältungen

Inhalatoren – verschiedene Typen, Wirkungsweisen und Anwendungsgebiete

Unterscheiden lassen sich Inhalatoren grundsätzlich in folgende Typen:

  • Dampfinhalatoren
  • Vernebler (Ultraschallvernebler, Düsenvernebler und Schwingmembranvernebler)

Dampfinhalatoren

Dampfinhalatoren arbeiten nach dem gleichen Prinzip wie die weiter oben genannte traditionelle Methode des Inhalierens mittels Wasserdampfbad. Ihr Vorteil im Vergleich mit dieser Methode ist die sich im Lieferumfang befindliche Atemmaske, die verhindert, dass heißer Dampf das Gesicht berührt. Damit eignen sich Dampfinhalatoren vor allem, wenn Sie feuchte Wärme im Gesicht als weniger angenehm empfinden oder an einer Hautkrankheit leiden.

Grundsätzlich transportiert ein Dampfinhalator ebenso wie das Wasserdampfbad flüssige Bestandteile. Salz verbleibt zum großen Teil im Behälter.

Der Handel bietet elektrisch betriebene Modelle von Dampfinhalatoren, die selber das Wasser erhitzen. Egal, ob elektrisch oder nicht elektrisch betrieben, der Wirkungsgrad dieser Geräte ist wie der des Wasserdampfbades beschränkt. Der Grund ist, dass sie mit weniger feinem Dampf arbeiten als Ultraschallinhalatoren. Letztere erzeugen genau genommen Nebel, nicht Dampf.

Vernebler – Düsenvernebler, Ultraschallinhalatoren

Wenn Sie vorhaben, zähen und festsitzenden Schleim aus Ihren Bronchien zu lösen, bietet sich ein Düsenvernebler oder Ultraschallinhalator (Ultraschallvernebler) an. Grundsätzlich eignen sich Vernebler für effektives Inhalieren und zur Behandlung leichterer und schwererer Atemwegserkrankungen.

Düsenvernebler auf Basis der Drucklufttechnologie sind die am weitesten verbreiteten modernen Inhalatoren. Eine andere Bezeichnung für Düsenvernebler lautet Druckluftvernebler. Diese Geräte verfügen über einen Kompressor, der Druckluft erzeugt, welche über einen Schlauch in die Inhalationslösung gelangt. Aus Letzterer und Luft entsteht ein feiner Dampf (Nebel), den Sie direkt über die Maske einatmen.

Düsenvernebler leiten die Wirkstoffe tief in die Atemwege. Aus diesem Grund sind sie in der Lage, bei schwereren Erkrankungen der Atemwege zu helfen. Wichtig ist es, die Zusatzpräparate nicht zu hoch zu dosieren.

Empfehlenswert sind Düsenvernebler bei hoch viskosen Medikamenten. Der Nachteil: Der Kompressor erzeugt ein lautes Betriebsgeräusch, was viele Menschen als störend empfinden.

Inhalatoren auf Basis der Schwingmembrantechnologie

Diese Geräte verwenden zur Vernebelung des Inhalats eine Schwingungsmembran mit einer teilweisen porösen Struktur. Wenn die Membran in Schwingung gerät, gelangen kleinste Teilchen hindurch. Wie Ultraschallinhalatoren sind diese Geräte klein, leise, handlich und wirkungsvoll bei nahezu allen Atemwegsbeschwerden und Atemwegserkrankungen.

Ultraschallinhalatoren – Funktionsweise, Wirkstoffe und Vorteile

Ultraschallvernebler oder –inhalatoren verwandeln elektrische Energie in mechanische Schwingungen. Letztere übertragen sich auf das Wasser, was einen feinen Wassernebel erzeugt. Die Tröpfchen des Nebels sind in der Lage, die Schleimhäute der Nase, des Rachens und des Mundraumes zu befeuchten.

Da der Nebel feiner ist als der Dampf eines Dampfinhalators, leitet er die Wirkstoffe tiefer in die Lungenflügel und Bronchien. Dies bewirkt einen wesentlich höheren Effekt auf die Schleimhäute. Im Gegensatz zu einem Dampfinhalator, bei dem Salze zum großen Teil im Behälter verbleiben, transportiert ein Ultraschallinhalator diese und alle anderen Wirkstoffe in die Atemwege.

Die Inhalationslösung bei Ultraschallinhalatoren

Die Inhalationslösung spielt bei der Anwendung eines Ultraschallinhalators eine wichtige Rolle. Empfehlenswert sind Salzwasserinhalationen bei festsitzendem Schleim, den Sie nicht in der Lage sind, abzuhusten. Diese lassen sich leicht durchführen: Auf einen Liter Wasser zehn Gramm Salz geben.

Weiterhin bieten sich Inhalationen mit ätherischen Ölen an. Vorausgesetzt Sie leiden nicht unter Asthma, weil ansonsten die reizende Wirkung der Öle die Wahrscheinlichkeit eines Asthmaanfalls erhöht.

Wenn Sie einen Ultraschallinhalator benutzen, ist es ratsam, sparsam mit den Zusätzen umzugehen, da die Wirkung wesentlich intensiver ist als bei einem Dampfinhalator.

Wofür eignen sich Ultraschallinhalatoren?

Inhalator - Inhalieren mit UltraschallSie sind in der Lage, einen Ultraschallvernebler bei typischen Erkältungskrankheiten wie Schnupfen und entzündeten Rachenbereichen erfolgreich einzusetzen. Weiterhin bei einer Infektion im Mund, Lungenentzündung, Bronchitis, Asthma, Mandelentzündung oder anderen Erkrankungen der Atemwege.

Ohne Maske ist das Gerät in der Lage, gereizten Augen Linderung zu verschaffen oder die Luft in Ihren Räumlichkeiten zu befeuchten. Optimal eignet sich ein Ultraschallinhalator bei chronischen Erkrankungen der Atemwege. Wichtig ist es, vor dem Einsatz die Wahl der Zusätze ärztlich abzuklären.

Ultraschallinhalatoren kommen mit wenig Strom aus, oftmals lassen sich mit Batterien betreiben. Weiterhin sind viele Modelle klein, handlich und leise, sodass sie sich für unterwegs eignen.

Ultraschallinhalatoren – Kaufentscheidungskriterien

  • Füllvolumen
  • Zubehör
  • Antrieb
  • Leistung

Das Füllvolumen

Beim Füllvolumen gilt: Umso größer es ist, desto länger sind Sie in der Lage, zu inhalieren, da das Gerät mehr Inhalationslösung fasst.

Zubehör

Abhängig vom Modell des Inhalators gehören ein Nasen- oder Mundstück zur Grundausstattung. Nicht zu vergessen, ein passender Schlauch. Eine kleinere Maske ist sinnvoll, wenn mehrere Familienmitglieder das Gerät nutzen. Auf diese Weise sparen Sie sich Geld für ein extra Baby- oder Kindermodell.

Der Antrieb

Ob ein batteriebetriebener Inhalator besser ist oder einer mit Stromkabel, hängt von Ihrem Benutzerverhalten ab. Am besten ist es, wenn Ihr Gerät beide Optionen bietet.

Die Leistung

Bei Inhalatoren, die Wassernebel produzieren, bezieht sich die Leistungsangabe auf die Menge Flüssigkeit, die in einer Minute durch das Gerät geht (Milliliter in einer Minute) und in Ihre Lunge gelangt. Im Umkehrschluss bedeutet dies, umso schneller dies geschieht, desto kürzer dauert die Inhalation im Idealfall.

Die Reinigung und Pflege

Inhalatoren benötigen regelmäßige Reinigung und Pflege. Am besten ist es, die Atemmaske, die Verbindungsschläuche und die Düse nach jeder Benutzung zu reinigen. Gleiches gilt für das Abdeckelement und die Medikamentenaufnahme. Eine Desinfektion ist täglich nach der letzten Anwendung sinnvoll.

Fazit

Dampf oder Nebel, alle Techniken haben Vor- und Nachteile. Deswegen lässt sich nicht pauschal sagen, welcher Inhalator am besten für Sie ist. Der gewünschte Erfolg entscheidet über die Technik Ihres Inhalators.

Mithilfe eines Druckluftverneblers erreichen Sie eine hohe Verneblungsleistung. Das bedeutet, die Teilchen gelangen tief in Ihre Atemwege. Ebenfalls hohe Verneblungsraten erreichen Sie mit einem Ultraschallinhalator. Sein Vorteil ist die Flexibilität. Sie sind in der Lage, einen Ultraschallinhalator mobil zu nutzen, da der Handel Modelle im Akkubetrieb anbietet. Weitere Vorteile eines Ultraschallinhalators gegenüber einem Inhalator auf Druckluftbasis sind das niedrige Betriebsgeräusch und der geringere Stromverbrauch.

Schwingmembraninhalatoren eignen sich vor allem für Kinder. Der Grund ist, die in der Regel kürzere Behandlungszeit. Gute Arbeit leisten die Geräte bei der Bekämpfung von Schnupfen und Husten.

Ein Dampfinhalator eignet sich, wenn neben Feuchtigkeit und der Wirkung der Zusätze Wärme einen positiven Effekt auf die Symptome hat. Das bedeutet, wenn Sie vorhaben, Schleim im Bereich der oberen Atemwege zu lösen oder die Durchblutung anzuregen, ist Wasserdampf Nebel vorzuziehen. Gleiches gilt für die Behandlung der Haut, Augen und Ohren.

Grundsätzlich ist die Wasserdampfinhalation sanfter. Andererseits hilft sie weniger gut bei Erkrankungen der unteren Atemwege, da die Wirkstoffe diese in der Regel nicht erreichen.